Für mich das größte Problem ist, dass Brink hier von „MS365“ spricht und von den meisten (?) „Teams“ verstanden wird.
Teams ist super, aber wenn das nicht mehr verwendet werden dürfte, dann könnte ich mich mit Alternativen abfinden.
Das Problem ist aber, dass MS365 soooooo viel mehr ist! An meiner Schule läuft darüber/damit E-Mail, OneDrive, alle Schulrechner (auch die Tablets der Tabletklassen), Anmeldung in den Pool-Räumen, Anmeldung im WLAN mitsamt Voucher-System, Telefonanlage, Single-Sign on (WebUntis und Co.), Softwareverteilung im Netz…
Wenn das Verbot von MS365 kommt, dann fällt nicht nur unsere komplette digitale Infrastruktur weg, sondern wir würden quasi für jedes der genannten Systeme eigene, neue Administratoren benötigen. Dass diese in der Menge nicht bezahlbar wären, ist nur halb so schlimm, denn es gibt sie ja nicht mal auf dem Markt…
Mir geht es wie @Steffen_Siegert, ich würde gerne wirklich mal KONKRET erfahren, von welchen Daten wir hier sprechen…
Hi, ich glaube es geht in erster Linie um Telemetriedaten, die von MS im Hintergrund erhoben werden. Außerdem ist alles was auf dem Onedrive landet quasi in den USA bei Microsoft gespeichert.
Theoretisch lassen sich damit ganze Benutzerprofile von Schülern und Lehrern erstellen. Beispiel Schüler X möchte in die USA reisen, hat aber in einem Aufsatz geschrieben, dass er mit dem Islam symphatisiert. Diesen kennen die USA und verweigern ihm die Einreise oder untersuch in besonders (Ist einer Freundin in einem anderen Kontext ähnlich passiert, hatte den Betreff bei einer Überweisung ISIS JGA geschrieben oder so woraufhin ihr Konto eingefroren wurde)
Oder die Daten werden von Drittanbietern gekauft und vor Bewerbungsgesprächen weiter verkauft,…
Ist jetzt der Teufel an der Wand, aber es ist möglich.
Entschuldigung, aber dem kann ich nicht zustimmen!
Die Daten auf OneDrive liegen verschlüsselt auf Servern in Deutschland. Wenn die USA die Daten da nicht irgendwie vor der Verschlüsselung rechtswidrig abgreift, können die damit gar nichts anfangen. (Korrigiert mich bitte, wenn ich da etwas Falsches sage.)
Zudem ist das angeführte Beispiel schlecht! Es beruht nämlich nicht auf einer nachweisbaren Tatsache/Erkenntnis, sondern stellt einen bis ins Letzte hypothetischen Fall als sichere Gegebenheit hin. Aufgrund des theoretischen Konstruktes werden dann solche Entscheidungen getroffen. Ich zitiere mal aus der Podiumsdiskussion der didacta zu diesem Thema gestern: „Das ist ein typisch deutsches Verhalten“.
Ich will mich hier jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber wenn man dieser Haltung konsequent folgen würde, dann müsste Windows als Betriebssystem auch von deutschen Schulen (Schul- und insbesondere Verwaltungsnetz) verbannt werden, denn als Software eines amerikanischen Unternehmens sind ja automatisch alle Daten direkt dem Cloud Act unterworfen. Für Adobe-Produkte würde das auch gelten. Das ZSL setzt Adobe Connect als VK-Lösung ein. Das soll dann in Ordnung sein?
Den Fall mit dem eingefrorenen Konto halte ich übrigens mal für mindestens unglaubwürdig…
Hi,
die Sache mit dem Konto war so - ist also Fakt! Der Betreff war ISIS JGA - da dachten die Wohl nicht an den Jungesellenabschied - kannst mich aber gerne weiter indirekt als Lügner beschimpfen
Das Office 365 das wir von unserem LRA bekommen garantiert keinen deutschen Serverstandort (Stand letztes Jahr) Vielleicht gibt es da aber andere Versionen.
Und natürlich ist der Fall hypothetisch. Dachte das ist klar. Sollte kein Fakt und auch kein Vorwurf an MS sein. Ich bin auch kein fanatischer Datenschützer. Ich sehe halt in den meisten Officeprodukten keinen großen Mehrwert für die Schüler gegenüber freien Produkten. Außer OneNote - das nutzen echt viele Kollegen v.a. jetzt während der Pandemie.
Du machst genau den gleiche Fehler, den die (gefühlt) große Mehrheit derjenigen machen, die über ein Verbot von MS365 offen diskutieren.
Du sprichst von Office, es geht aber um MS365.
Das wäre, wie wenn man Porsche verbieten würde, weil die darin verbauten Recaro-Sportsitze beanstandet werden…
Und zu deinem nachträglich bearbeiteten Beitrag nur ganz kurz, weil dieser absolut nichts mit dem Thema hier zu tun hat: Ich habe dich nicht als Lügner bezeichnet, auch nicht indirekt. Dein Beispiel mit der Überweisung habe ich als „mindestens unglaubwürdig“ bezeichnet. Das ist ein großer Unterschied. Diese Art der Diskussionskultur bringt uns in einer sachlichen Auseinandersetzung nicht weiter.