Baden-Württemberg: Massiver Protest gegen Bildungsplattform mit Microsoft

Als Fortsetzung von Schule digital: (K)ein Platz für Microsoft

Eltern- und Lehrerverbände befürchten einen breiten Datenabfluss beim geplanten Lernportal im Ländle. Es dürfe ausschließlich Open Source verwendet werden.

Ob Microsoft oder nicht, es gibt ja Alternativen, ist doch eigentlich nicht die Frage, oder?

Habe hier im direkten Umfeld 6 Gymnasien. 5 davon waren blank, als wir in den Lockdown gingen. 3 davon haben bis heute kein System für Blended Learning. Der Philologenverband täte gut daran erstmal die Mannschaft auf Kurs zu bringen, ehe man etwas fordert, wovon viele offensichtlich keinen Plan haben.

Ja, es gibt Alternativen. Ob die alles erfüllen können was man sich verspricht?

Im Übrigen ist das eine Kausa, die Experten klären sollten. Dieser Protest ist mE albern und viel zu spät.

Albern und zu spät? Das finde ich nicht… wir lassen es so laufen, weil wir es gewohnt sind und wir zu träge sind uns umzugewöhnen? Bloß weil bei einem anderen Officeprogramm der „Text zentrieren“ knopf woanders zu finden ist für die nächsten 50 Jahre bei den Amerikanern bleiben?

Sorry? Ne. Was erhoffst du dir den von den kommerziellen Anbietern?

Und Experten? Fragen wir doch mal den Bund der Steuerzahler was für so alles vom Stapel lassen? Erst Mal ne Studie von nem Wirtschaftsprüfer (der mehr Ahnung von unterrichten hat als alle Lehrer und Eltern) für ein paar Millionen in Auftrag geben. Ist das eine Lösung?

Sorry jetzt ein paar Millionen in die Hand nehmen und eine eigene Struktur aufbauen (Server, Personal, Firmen, etc) bei vollständiger Transparenz - das wäre für mich die richtige Lösung.

Das andere ist bequem… Aber ist es das Richtige für unsere Kinder? Und brauchen die das? Müssten die lernen wie man Powerpoints erstellt? Oder wie man richtig präsentiert?

Jetzt werden die digitalen Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt. Das darf man nicht übers Knie brechen weil es gerade bequeme Lösungen gibt. Aber die Entscheidungen treffen andere… Es ist auf jeden Fall positiv das sich überhaupt etwas bewegt

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Ich glaube, du hast mich nicht richtig verstanden.

Für mich sind OER immer eine Alternative. Da habe ich auch kein Problem mich umzugewöhnen. Nur muss auch hier gefragt werden was sinnvoll ist und den Anforderungen gerecht wird.

Seit dem Scheitern von Ella vor gut einem Jahr, schwirrt m365 als Bildungsplattform durch diverse sozialen Medien. Seit dem Lockdown dann auch als immer realistischer werdendes Projekt. Daher ist der Zeitpunkt der Kritik jetzt deutlich zu spät und spiegelt für mich ein ewig gestriges Verhalten, dass nicht auf der Höhe der Zeit ist.

Was meine ich mit Experten?
Es gibt technische und datenschutzrechtliche Fragen und du verweist zurecht auf eine ethisch-ökonomische Variable hin. Dies kann nicht von Lehrern, Eltern, Svhülern oder gar dem Philologenverband beantwortet werden. Hierzu Bedarf es Experten dieser Bereiche. Daher finde ich den vorgebrachten Protest albern, da ich stark bezweifle, dass die Unterstützer Ecperten in den oben genannten Bereichen sind.

Mit der Frage Microsoft oder was anderes hat das nichts zu tun.

Da hast du Recht. Viele wachen jetzt erst auf bzw. werden jetzt erst auf die Problematik aufmerksam. Es gibt sicher auch viele die das Datenschutzschwert missbrauchen.

Ich hoffe, dass wenn jetzt auf Teams o.ä. gesetzt werden würde, in 10 Jahren noch das Know how in BW (z.B. belwue) vorhanden sein wird und wir überhaupt noch eine Wahl haben werden auf nicht europäische Anbieter zu wechseln

Ich bin auch erst seit einem Jahr auf Open source (soweit möglich) umgestiegen. Es ist unbequem weil man sich umgewöhnen muss. Aber es ist ein gutes Gefühl und es funktioniert bei mir alles (Linux Mint)

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Ich kann die Diskussion voll nachvollziehen, und oute mich auch gerne, dass ich eher zu den bequemen gehöre. Wir hatten die Diskussion vor 4 Jahren. Da sind wir auf die Surface umgestiegen und wollten unbedingt OneNote Classroom. Da aber der Datenschutz uns daran gehindert hat, war das natürlich nicht möglich. Jetzt sind wir auf die iPads umgestiegen und haben dort die gleichen Frage- und Problemstellungen. Es ist halt verdammt schwierig in dieses fertige Kosmos hinein mit etwas Eigenständigem die „Leute“ zu überzeugen. Wir halten trotzdem Moodle immer im Hintergrund, damit wir im Falle des Falls auch umsteigen können, aber das bedarf dann wieder einer immensen Anstrengung alle mitzunehmen. Da fragt man sich schon, was schneller und effizienter geht. Das der Datenschutz - er war es natürlich immer schon- jetzt und in Zukunft noch wichtiger wird, sehen wir an den aktuellen Entwicklungen (Tracking, personenbezogene Apps im Gesundheitswesen, SmartCars etc.). Und hier wollen die großen Firmen natürlich jetzt schon so viele Menschen wie möglich an sich binden. Die Gefahren sind mir absolut bewusst, aber wie schon gesagt, in der Schule will man aber auch „relativ“ schnell die Schüler in das digitale Zeitalter führen. Ich würde mir hier, auch wenn es utopisch klingt, folgendes wünschen: 1) der Bund einigt sich mit den Ländern auf ein digitales Gesamtkonzept (z.B. übergeordnete Cloud, Finanzierung; Apps und Plattformen, die modular sind) 2. Die Länder organisieren den Support und die praktische Umsetzung. Als Laie kann ich nur hoffen, dass wir bald ein gutes, funktionierendes, konkurrenzfähiges und in gewisser Weise didaktisch methodisch durchdachtes System bekommen.

Ich denke, Schulen brauchen vor allem Verlässlichkeit. Wenn man schon viel Arbeit und Mühe in den Aufbau eines Systems steckt und Schüler:innen sich an ein bestimmtes Vorgehen gewöhnen, so kann man nicht alle zwei Jahre wieder von vorne beginnen. Und da sehe ich schon ein Problem bei Konzernen wie MS (obwohl ich Teams durchaus von Funktionen usw. her gut finde): Schulen sind nicht deren eigentlichen Kunden. Wie schnell wird dort etwas entwickelt/geändert, was für Unternehmen nützlich sein kann - aber Schulen in Bedrängnis führt, weil andere Server gentutzt werden oder Daten umgeleitet werden, Funktionen entfallen usw. usw.

Aus meiner Sicht wäre der Mix aus Moodle + BBB + Nextcloud + Threema (Bonus: Mahara) akzeptabel, wenn er denn gut betreut wird, man die Templates mal modernisiert, guter Support geleistet wird.

Nicht so modern und „smooth“, ist auch nicht ideal für Tablets - aber man hätte mal eine einheitliche Basis …

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Threema kenne ich nicht. Aber der Rest klingt gut und ist (falls Serverkapazität vorhanden) in ein paar Tagen einsatzbereit… Wenn es nicht schon bereits funktioniert (Moodle, BBB)

Sind halt drei Bausteine, die sich nur bedingt verbinden lassen, oder?
Und dann bleibt die Frage welche weiteren OER Tools eingebunden werden sollen/müssen.

Nextcloud [moodle.org/39/de/Nextcloud_Repository] kann genauso wie Teams in Moodle integriert werden.
BBB ist schon integriert.
Eine Chatfunktion existiert. Also alles eigentlich schon da

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Ich sehe bei diesem Thema verschiedene Stränge, die ich hier kurz umreißen möchte. Wo Licht ist ist auch Schatten (genialer Allgemeinplatz!). Es ist wichtig Alternativen zu Datenkraken und Monopolstellungen einzelner Konzerne zu finden, ich sehe aber auch ein ungemeines Potential in kommerziellen Angeboten - zumindest was den Reifegrad der Produkte angeht. Im folgenden will ich versuchen meine wirren Ideen und inneren Widersprüche in Worte zu fassen.

Viel Spaß beim Lesen.

Angebot und Nachfrage

Man kann beobachten, wie die Gewohnheit und Trägheit der Anwender_innen über die Auswahl der Produkte mit entscheidet. Microsoft hat in den letzten Jahrzehnten fleißig dafür gesorgt, dass Office verbreitet ist. Dagegen „anzukämpfen“ ist schwer.

Ein einleuchtendes Argument, um Alternativen voran zu bringen ist meines Erachtens die Tatsache, dass im Unterricht das Lernen von Funktionen statt dem Lernen von Programmen im Vordergrund stehen muss. Office-Programme ändern sich im Laufe der Produktversionen. Wenn Anwender_innen wissen, was ein Serienbrief ist und wie ein solcher erstellt wird, können sie später das Wissen umsetzen. Wenn das eingesetzte Programm Serienbriefe erstellen kann, kann die genaue Umsetzung mit Hilfe von (Online-)Dokumentationen oder Videos erfolgen.

Ein weiteres Argument für den Einsatz von OpenSource ist, dass die Software (in der Regel) kostenlos erworben und von den Schüler_innen auch zu Hause genutzt werden darf ohne das weitere Kosten entstehen. Lizenzkosten können auf für Schulen und Schulträger ein Thema sein, bei dem sich die Auswahl des Produktes entscheidet.

Es ist wichtig Alternativen aufzuzeigen, ob diese auch in der Schule ankommen muss sich zeigen. Wenn Ihr MS-Office nicht aus der Schule verbannen könnt, dann könnt Ihr versuchen LibreOffice parallel zu etablieren.

Usability

Office 365 funktioniert einfach sooooooo viel besser als alles, was ich bisher an „Alternativen“ gesehen habe. Nahtloses Arbeiten an verschiedenen Geräten, Anwendungen die für verschiedene Betriebssysteme bereit stehen. Einen Text auf dem Rechner im Büro schließen und an der selben Stelle auf dem Home-Office-Laptop weiter bearbeiten. Mit Kolleg_innen zeitgleich live in einem Dokument arbeiten, ohne das dieses zerschossen wird. Aus dem Dokument direkt eine Mail genieren,… Wo geht das noch so geschmeidig?

Das Thema Usability hat die Firma Apple so einfach umgesetzt, dass die Produkte eine hohe Akzeptanz erfahren. Natürlich sind die Apfelschubser_innen und Tablet-Wischer_innen (im ersten Moment) den Tastatur-Jongleur_innen meilenweit unterlegen, da sie keine Ahnung von der Technik haben. Aber sind sie das wirklich? Oder ist es nicht im Gegenteil vielleicht vernünftig sich auf einfachere Bedienkonzepte einzulassen? Liegt hier nicht auch eine Chance sich nicht mit der Technik auseinandersetzen zu müssen sondern mehr Zeit für Inhalte zu haben? Das Funktionieren der Technik und das Wissen um Zusammenhänge muss natürlich weiter vermittelt werden.

Die Verwaltung von iPads über ein MDM ist in meinen Augen auch wesentlich einfacher als das Management einer Windows-Domäne. Und bevor Ihr jetzt mit dem Thema „böse iCloud“ kommt,… kann komplett deaktiviert werden. Die Administration einer Geräteflotte ist somit einfacher möglich und kann schnell erlernt werden.

Das sind natürlich nur Teilaspekte schulischer IT, die aber aus Anwender_innen-Sicht eine große Rolle spielen.

Kleinklein der politischen Entscheidungsträger_innen

Sucht Euch was aus!

Schulen und Schulträger dürfen auf dem IT-Markt selber wählen, welche Produkte sie einsetzen wollen. Dies mag aus zwei Gründen gut sein:

  1. Es findet keine Wettbewerbsverzerrung statt.
  2. Schulen können Produkte flexibel auf Ihre Anforderungen hin erwerben.

Aber können sie das wirklich? Können Entscheider_innen zwischen den Versprechungen einer Werbebroschüre und der Realität der Produkte unterscheiden? Wenn mir erzählt wird, dass ein Produkt bspw. DSGVO-konform ist, dann will ich das vielleicht gerne glauben weil das Produkt genau meinen Wünschen entspricht. Als nicht-Jurist und nicht-Techniker, ein Typus Mensch, der häufig an Schulen anzutreffen ist, kann ich gar nicht entscheiden, ob die Beschreibungen der Realität entsprechen oder ob ich in eine Lösung investiere, die ich eigentlich gar nicht einsetzen darf.

Genau das wird aber von den Schulen verlangt, wenn zum Beispiel eine App eingesetzt werden soll (vgl. https://it.kultus-bw.de/,Lde/Startseite/IT-Sicherheit/mobile). Die Verantwortung für die Auswahl datenschutzkonformer Produkte kann gar nicht vor Ort umgesetzt werden. Hierzu bedarf es zentraler Instanzen, die Produkte prüfen und bewerten.

Die Sache mit den Großen Playern

Warum werden keine zentralen Verhandlungen mit den großen Firmen der IT-Welt geführt, um „saubere“ (also datenschutzkonforme) Lösungen auf den Weg zu bringen? So´ne kleine Kultusverwaltung interessiert einen Weltkonzern gar nicht! Das tut nicht weh, wenn ein Mini-Markt weg bricht, weil ein paar zehntausend User nicht mitspielen (dürfen). Google hat kaum Personal, um das Thema Chrome-OS in Deutschlands Schulen voranzutreiben. Solange strenge Datenschutzbestimmungen gegen den Einsatz von Chromebooks an deutschen Schulen stehen, gibt es hierfür keinen Markt, den es zu erobern lohnt. Andere Länder (Niederlande, Italien, USA,…) bieten genügend Potential, um Geld zu verdienen.

Vielleicht einfach mal groß Denken,… Jede Schule, jeder Schulträger, jeder Kreis oder jedes Bundesland schlägt sich mit den gleichen Fragen herum. Die Thematik sollte bundesweit, ja sogar im europäischen Rahmen angegangen werden.

Wenn die bösen großen Weltkonzerne nicht bereit sind sich auf faire Bedingungen für Anwender_innen einzulassen, dann kann man sie vom Hof jagen. Das sollte dann aber auch konsequent geschehen. Ich kann nicht verstehen, warum seit Jahren Diskussionen über Datenschutz laufen, die keine Auswirkungen auf die Situation an den Schulen haben, da keine_r den Mut aufbringt Missstände zu benennen und „schädliche“ Produkte zu verbieten. Ist ja auch schon so viel Geld ausgegeben worden,…

Evangelikaler Habitus

Was mich an der Debatte immer wieder stört ist die Vehemenz und die Arroganz mit der hier zum Teil Argumente vorgetragen werden.

JA! Die Firma XY (hier bitte den Namen eines bösen, skrupellosen Konzerns einsetzen) ist ein böser skrupelloser Konzern, der auf Gewinnmaximierung und den Ausbau seiner Monopolstellung hin ausgerichtet ist. Daraus zu folgern, dass andere Firmen per se böse sein müssen, weil sie zum Beispiel mit OpenSource Geld verdienen ist Nonsens.

Die Debatte über Ubuntu innerhalb der Linux-Community ist ein Beispiel dafür. Ein weiteres Beispiel ist der in meinen Augen komplett sinnbefreite Aufstand von „revolutionären“ Landesbeamten, die sich seit Jahren gegen den Einsatz der paedML Linux stemmen - immer wieder mit dem Argument, dass hier Abhängigkeiten von Firmen aufgebaut werden. Glaubt Ihr wirklich allen Ernstes, dass ohne professionelle Unterstützung durch Dienstleister (die mit ihrer Arbeit Geld verdienen müssen, um ihr Leben bestreiten zu können) so etwas komplexes wie schulische IT umsetzbar ist?

Seit Ihr allen Ernstes davon überzeugt, dass jede_r Anwender_in bereit (und in der Lage) von dem geliebten Office-Programm aus idealistischen Gründen zu trennen? Oder werden viele Anwender_innen nicht vielleicht eher vor den Kopf gestoßen, wenn versucht wird Ihnen zu erklären warum sie seit Jahren auf das falsche Pferd setzen.

Ausblick

Anwender_innen brauchen einfache Konzepte. Die „Cloud“ ist sicherlich eine Möglichkeit Dinge zu vereinfachen. Eine „lokale Cloud“ bietet hierbei Ansätze dafür Daten vor Ort zu halten. Aber Hand aufs Herz! Können Schulen das leisten, dass die Daten sicher gespeichert werden? Werden an allen Schulen zeitnah Patches in die Infrastruktur eingespielt? Oder ist es nicht vielleicht doch sicherer, wenn professionelle Dienstleister diese Aufgaben übernehmen (das Thema Datenschutz muss hierbei natürlich berücksichtig werden)?

IT an der Schule muss immer von den Anwender_innen gedacht werden! Heute sind nicht mehr vereinzelte Schulen digital sondern dies ist ein Mainstream-Thema geworden. Die Pionier_innen der ersten Stunde, die mit dem Lötkolben bewaffnet durch den Computerraum robben und defekte Platinen löten, sind im Ruhestand. Zum Teil haben Technik-Enthusiast_innen den Job übernommen, der Großteil an Verantwortlichen an der Schule sind aber „normale“ Lehrkräfte, die sich nicht in die Tiefe der Technik einarbeiten wollen.

Wir müssen uns, angesichts der immer komplexer werdenden Anforderungen schulischer IT (WLAN, VLAN, verschiedene Server, Virtualisierung, VPN, Cloud-Speicher, PC-Raum, Laptops, Tablets, Mailserver,…), davon verabschieden zu glauben, dass zwei Anrechnungsstunden für die Betreuung der schulischen IT und ein_e engagierte_r Netzwerkberater_in ausreichen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

In der Debatte um Digitalisierung der Schulen sind Ansätze vertreten die schulische IT zu professionalisieren, indem vor Ort Strukturen geschaffen werden sollen, in denen IT-ler_innen vor Ort IT machen - auf Seiten der Schulträger oder als „technische Hausmeister_innen“ direkt an den Schulen. Dies wird hoffentlich umsetzbar sein, den hier entstehen einerseits eine Kostenfrage und vor allem die Frage nach „dem Personal“ (Stichwort „Fachkräftemangel“).

Letztlich muss überlegt werden, wie die Alternative zu etablierten Produkten aussehen kann. Ella war als Sammlung verschiedener (nicht wirklich miteinander verzahnter) Produkte konzipiert. In der „Schulcloud“ des HPI wurde ein Etherpad als Kollaborationstool angeboten. Ich behaupte, dass dies ein großer Rückschritt ist zu dem, was an kommerziellen Lösungen" verfügbar ist und an vielen Schulen bereits eingesetzt wird.

Um ein attraktives Angebot für Schulen zu erhalten muss ein ganzheitliches Konzept mit zentralen Angeboten entworfen werden, das aus verschiedenen Elementen besteht. Ziel hierbei sollte es sein technisch weniger affine Verantwortliche an den Schulen zu entlasten (z.B. Grundschulen).

Folgende Arbeitsfelder sehe ich hierbei (nicht vollständig)

  • Cloud-Services

    • Datenspeicher
    • Benutzerverwaltung
    • Kollaborations-Werkzeuge
  • zentrale Bewertungen von Angeboten wie Programmen, Apps, kommerziellen Dienstleistungen (Cloud-Services, Schulnetzwerke, Stundenplanprogramme, Schulkalender,…)

  • Konzepte für den Auf- und Ausbau schulischer IT

    • die Beratungskonzepte (Schulnetzberatung, Medienpädagogische Beratung) sind ein super Angebot, dass vielleicht noch personell aufgestockt werden könnte
    • (Weiter-)Entwicklung von Betriebskonzepten (aktuell fehlt bspw. ein landesweites Tablet-Konzept)

Ich wünsche mir,dass eine Umsetzung auch mir kommerziellen Produkten möglich ist, da diese teilweise einfach - ich kann es nicht anders ausdrücken - geil zu bedienensind. Auch wenn die Bild-Zeitung gerne mal „Volks-Tablets“ vertreibt und die Telekom mal eine „Deutschland-Cloud“ im Portfolio hatte, sind wir in digitalen Fragen doch bisweilen ein Entwicklungsland, und auf Hilfe von außen angewiesen.

Schön, dass Du liebe_r Leser_in bis hier durchgehalten hast. Ich bin gespannt auf die weitere Diskussion und vor allem auf „alternative Konzepte“.

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Kein alternatives Konzept. Einfach Danke!