Impulse für den digitalen Unterricht

Wo stehe ich? Was fehlt mir? Wie können mein Kollegium und ich uns verbessern? Wo finde ich Fortbildungen?

Mit diesen und anderen Fragen setzt sich ein Artikel auf heise.de auseinander.

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Bei mir hat dieser Artikel - so positiv und gut ich ihn finde - leider fast schon Aggressionen ausgelöst.

Da ist offensichtlich alles da, was man braucht. Ein breites, nahezu alle Bereiche abdeckendes Fortbildungsangebot, an vielen Stellen auch Gelder und Geräte und DENNOCH kriegen wir die Kolleg:innen nicht dazu. Was steckt denn da für ein Selbstverständnis dahinter?
Glauben 80-90% tatsächlich, dass ihr Online-Unterricht so geil ist, dass sie keinen Input brauchen? Spoiler: Nein ist er nicht!!!

Ich erlebe leider zu viel Ignoranz, zu viel „ich nach mein Ding“, zu viel "geht schon vorbei ". Was braucht es denn noch, dass auch der hinterletzte checkt, dass wir jetzt in zeitgemäße Bildung investieren müssen und es kein Zurück zum vor Corona Status quo geben wird.

Es ist alles bereit…

In meiner Schule hat sich leider eine ähnliche Kultur wie im Präsenzunterricht entwickelt. Die (hier nun digitale) Tür bleibt zu und was im Klassenzimmer passiert geht keinen etwas an. Auf meine vielen Ideen wird eher mit der Furcht reagiert, das plötzlich auch können zu müssen. Da heißt es dann immer „Ja, du kannst das natürlich.“ Ich antworte dann gerne damit, dass ich auch nicht mit dem iPad auf die Welt gekommen bin und im Studium noch rudimentäre Ahnung von Technik hatte. Man kann überall reinwachsen. Aber ja…

Man muss sich wohl eher auf das Positive fixieren. Bei den Moodltagen waren 1700 LuL dabei, Digital@Regional startet genauso erfolgreich…ganz viele KollegInnen probieren gerade neues aus und sind offen. Die Hoffnung wäre hier, dass ein Prozess losgetreten wird, der in den kommenden Jahren „step by step“ die Lernkultur verändert. Beispielsweise müssen dann dringend Fortbildungen starten, die speziell darauf setzen, die neu erworbenen Kompetenzen in den Präsenzunterricht zu integrieren und nicht sofort wieder auf alte Routinen zu setzen.

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Das was das LMZ gerade alles anstößt macht mich sehr glücklich und stimmt mich positiv. Bei 113.000 Lehrern wird aber auch klar, was da für ein Weg zu gehen ist.
Der Wille zur Veränderung…ein Jammer, dass das bei Lehrer:innen kein Automatismus ist.