Moodle einrichten - Kursstruktur

Hallo,

an meiner Schule (Realschule) sind wir derzeit dabei Moodle einzurichten.

  1. Wir überlegen was die beste Kursstruktur ist. (Ein Kurs pro Fach/ pro Klasse/…). Ich würde mich über Erfahrungen von anderen Schulen freuen.

  2. Macht die Anbindung an die PaedML per LDAP Sinn? Auf der einen Seite ist es natürlich komfortabler, wenn man nur einen Benutzername + Passwort hat. Auf der anderen Seite ist gerade jetzt schwer ein vergessenes Passwort zurückzusetzen, wenn es per LDAP verbunden ist. Auch dazu würde ich mich über Meinungen freuen.

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Hallo,
zunächst mal herzlich willkommen im Forum BildungBW.
Zu den Fragen kann ich dir folgendes empfehlen:

  • Eine Kursstruktur mit einem Kurs pro Klasse ist einerseits übersichtlicher. Innerhalb des Kurses wird dann die Fächerstruktur abgebildet. Trotzdem habe ich bisher eine Struktur mit einem Kurs pro Fach und Klasse gewählt, weil ich dann innerhalb des Kurses thematisch gut sortieren konnte und die Zugehörigkeit zu einem Kurs pro Fach für die SuS nicht zu komplex ist. Außerdem reduzierst du damit die Anzahl von Lehrer*innen pro Kurs
  • Die Anbindung macht trotzdem Sinn, weil damit dauerhaft die Anzahl von Passwörtern pro SchülerIn reduziert wird. Das Rücksetzen klappt ja im Moment trotzdem, da von LehrerInnen zurückgesetzt werden kann, die ja auch jetzt abundan an der Schule sind.

Ich hoffe, dir hilft das. Andere haben vielleicht andere Erfahrungen gemacht und können entsprechend ergänzen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Torsten Traub

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Hallo Jo_scho,

erst mal zu 2., das ist einfacher ;-):
die LDAP Anbindung macht meiner Meinung nach absolut Sinn. Bei mir laufen alle Angebote Schule für SchülerInnen und LehrerInnen über LDAP (moodle, dokuwiki, etc.). Dadurch haben die User den Vorteil, dass es in der Schule einen Zugang für alles gibt. Und ich habe den großen Vorteil, dass ich nur an einer Stelle pflegen muss, alles andere passiert dann automatisch (z.B. Passwort ändern, neue SchülerInnen, abgehende SchülerInnen, …). Ich kann dir das nur empfehlen!

Nun zu 1., der Kursstruktur. Hier kommt es darauf an, wie du moodle nutzen möchtest. Falls die SchülerInnen „nur“ Arbeitsmaterialien bereitgestellt bekommen sollen, dann kann man sich die Arbeit erleichtern und einen Kurs pro Klasse machen. Sobald du aber mehr machen möchtest, macht es eigentlich nur Sinn, für jedes Fach einen Kurs einzurichten. Bei uns wird moodle aktuell verwendet für:

  • Arbeitsmaterialien bereitstellen
  • Aufgaben erstellen und wieder einsammeln
  • Feedback einholen
  • Kommunikation über Gruppennachrichten und persönlich Nachrichten
  • Videokonferenzen über BigBlueButton
  • und vieles mehr…

Gerade die Gruppennachrichten sind viel Wert, da kann man problemlos mit dem ganzen Kurs/der ganzen Klassen Nachrichten austauschen. Das macht aber, finde ich, nur Sinn, wenn jedes Fach seinen eigenen Kurs mit dem unterrichtenden LehrerIn hat.

Nun die Frage, wie bekommt man die Kurse und die User einigermaßen gut in moodle…ich habe dies über Kurs-Importe und Nutzerimporte gemacht. Wenn man das geschickt macht, kann man mit zumutbarem Aufwand alle Nutzer und Kurse in moodle anlegen. Falls da Interesse ist, bitte melden, dann schreibe ich eine Art Anleitung, wie ich es gemacht habe.

LG Pascal

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Danke für die Antwort Torsten und Pascal. Die Tipps und Erfahrungswerte birngen mich schon ein Stück weiter.

Zu LDAP noch eine Rückfrage (wäre ein neuer Thread besser?).

Ich habe versucht die LDAP Anbindung mit der Anleitung des ZSL durchzuführen. Bei der Konfiguration des LDAP-Plugins in Moodle muss man das Passwort des Bind-Users eintragen, dass auf dem PaedML Server liegt (Linux). Die Datei auf dem Server habe ich gefunden, aber wie kann ich das Passwort auslesen?

Lösung gefunden
Das Passwort lässt sich mit dem Befehl: # less /etc/ldapsuche.secret auslesen

Viele Grüße,

Jörg

Hallo,
wir haben zu Beginn der Schulschließungen ausschließlich einen Kurs pro Lerngruppe eingerichtet (an der Gemeinschaftsschule).
Zu Beginn im Themenformat, jetzt im Grid-Format, das das übersichtlicher ist.
MIttlerweile gibt es für die Fächer, in denen SChüler unterschiedlicher Lerngruppen sind (Wahlpflichfächer, Profilfächer, Ethik, Religion) extra Kurse und auch für Mathematik und zum Teil Deutsch.
Der Einstieg für die Schülerinnen UND die Kolleginnen war dadurch einfacher, da wir bei uns von Stufe 7 bis 10 und ab Ostern dann Stufe 5 und 6 und zum Teil auch schon die Grundschule miteingebunden haben.
Parallel dazu habe ich Fortbidlungen für Kolleg*innen angeboten, meistens reichten ein paar Tipp und sie konnten selbständig weiterarbeiten.

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Guten Morgen,

wir haben das im Prinzip auch so gemacht. Zunächst einen Kurs pro Lerngruppe, allerdings hat sich recht schnell gezeigt, dass es dann insbesondere in der Sekundarstufe zu unübersichtlich wird. Deshalb haben wir jetzt Kursbereiche, die den Jahrgangsstufen zugeordnet sind und darin liegen einzelne Kurse für die Fächer und zusätzlich ein Extra-Kurs pro Lerngruppe, wo Allgemeines abgelegt werden kann - in unserem Fall zum Beispiel ein Forum für das virtuelle Klassenratsbuch oder ein Videokonferenzraum für den Klassenrat.

In der Grundschule gibt es einen Kurs pro Lerngruppe und zusätzlich Kurse für die Förderintensivmaßnahmen, wie LIMA, RIMA etc.

Wichtig war für uns nur, dass es eine einheitliche Struktur gibt, damit man sich schneller zurechtfinden kann.

Herzliche Grüße
Susanne Posselt

Hallo,
ich rate auch dazu, pro Fach und Klasse ein Kurs. Sonst beraubt man sich der vielen Vorteile von Moodle als Lernumgebung - wie Pascal schon geschrieben hat.
Um dir die Arbeit zu erleichtern, kannst du es ja so machen, dass alle Kolleginnen und Kollegen einen Kurs für ihre jeweliige Klasse beantragen müssen/sollen und du so nicht alle selbst erstellen musst.
Lg Stefan

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